emo.girl.deluxe - @ myblog.de Tokio Hotel

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Kapitel 1

“I can breathe for the first time

I’m so movin on

Yeah yeah

Thanks to you

Now I get

You should know

That I get

I get what I want

Since you've been gone

Since you've been gone

Since you've been gone“

Caro steckte das Mikrofon zurück in den Mikrofonständer und drehte sich zu den anderen um. Marie und Julia sahen sie begeistert an, während Charlie an ihrer Gitarre rumhantierte. „Das war cool“, sagte Marie und Julia stimmte ihr zu. Caro grinste und strich sich ihre langen blonden Haare hinter die Ohren. Sie, Charlie, Marie und Julia saßen in ihrer „Umkleide“ und spielten ein wenig Musik. Caro sang, Charlie spielte E-Gitarre und Julia Bass. Marie hatte nix zu tun, da in die „Umkleide“ ja kein Schlagzeug reinpasste.

Eigentlich waren die vier schon sehr verschieden, vor allem Caro und Charlie – obwohl sie eineiige Zwillinge waren. Und das sah man auch: lange mittelblonde leicht gewellte Haare und grüne Augen. Die einzigen Unterschiede: Charlie war 3cm kleiner und dazu noch 1o Minuten jünger als Caro. Charlie war außerdem die, die immer alles bis ins kleinste Detail vorausplanen muss, und sie war wohl die ordentlichste aus der ganzen Band. Caro war das totale Gegenteil von ihr. Chaotisch und – wie Charlie immer sagte – peinlich. Dass sie peinlich war, fand Caro jedoch nicht.

Marie war manchmal ein wenig hyper-aktiv. Aber sie konnte sich auch zurückhalten. Ihre Ordnung war schon etwas fragwürdig, sie nannte sie die Marie-Ordnung, was für die anderen drei hieß, das nur sie selber etwas in ihrem Zimmer finden konnte, alle anderen blickten da nicht durch.

Julia, die Streitschlichterin. Ja, wenn es Streit gab – was meistens nur zwischen Caro und Charlie war – schlichtete sie. Und sie ist die ruhigste aus der Band. Manchmal wirkt sie fast so, als ob sie etwas schüchtern wäre. Allerdings täuscht das: sie ist – wenn sie jemanden richtig kennt – total anhänglich.

„So“, sagte Caro und klatschte in die Hände, „was spielen wir jetzt?“ „Wie wär’s mit ´Rette mich´?“, kam plötzlich die Antwort hinter Caro. Diese drehte sich überrascht um. Vor ihr standen wohl die berühmtesten Kerle Deutschlands: Bill, Tom, Gustav und Georg. Sie staunte nicht schlecht und bekam auch den Mund nicht mehr zu – bis sie bemerkte, dass das ziemlich lächerlich aussehen musste, also klappte sie ihn wieder zu. „Ähm…“, sie drehte sich unsicher zu den anderen um. Marie nickte auffordernd. „Gut…also, von mir aus…“ Kurz darauf fing Charlie auch schon an zu spielen. Während Caro sang, kamen Tokio Hotel in ihre „Umkleide“ und machten es sich bequem. Als Caro, Charlie und Julia fertig waren, applaudierten sie sogar. Allerdings konnten sie sich leider nicht mehr unterhalten, da David Jost ins Zimmer kam und sagte, sie Jungs sollen zu ihm kommen, sie müssten noch was besprechen. „Wir sehen uns doch bestimmt auf der After-Party, oder?“, fragte Tom mit seinem Checker-Lächeln. Schnell nickte Caro und Marie sagte: „Klaro. Bis dann.“ Und schon waren Bill, Tom, Gustav und Georg auch schon durch die Tür verschwunden…

 

Kapitel 2

Ein paar Stunden später, eine halbe Stunde vor der Aftershowparty… „Caro, Caro, was soll ich anziehen??“ Julia kam aufgeregt in Caros Zimmer und hielt ihr mindestens ihren ganzen Koffer hin. „Äh…Wie wär’s damit?“, erwiderte Caro und zeigte auf eine Jeans im Use-Style und ein T-Shirt. Julia schüttelte den Kopf und ging wieder. Caro sah ihr verblüfft nach. ´Warum fragt sie mich überhaupt nach meiner Meinung, wenn die sie sowieso nicht interessierte?´, fragte sie sich. Sie zog sich eine Jeans im Use-Style, ein schwarzes T-Shirt und schwarze Flip-Flops an, lackierte ihre Fingernägel rot – was ihr Zwilling nie machen würde – und setzte sich eine rote Mütze auf. Geschminkt war sie schon, also war sie fertig. „Perfekt“, grinste Caro, als sie in den Spiegel sah. In den Moment gab es ein lautes RUMPS aus dem Zimmer neben ihr, das Charlie gehörte. Sie kümmerte sich jedoch nicht weiter darum, sondern ging einfach durch ihr Zimmer durch, in das von Marie. Charlie und Caro verstanden sich eigentlich nicht sehr gut, nur wenn sie auf der Bühne waren. Und selbst da wechselten sie kaum Worte miteinander. Wenn sie aber mal tatsächlich miteinander sprachen, dann stritten sie doch nur. „Tach“, sagte Marie, als sich Caro zu ihr auf ihr Bett pflanzte. Sie war schon längst fertig gestylt, da sie meist immer einfach so in den Schrank griff. „Tach“, erwiderte Caro. -Stille- Plötzlich fing Marie an zu grinsen. „Was ist?“, fragte Caro irritiert. „Du kennst doch Chris, oder?“ Caro Gesicht verfinsterte sich und sie nickte. Chris war Maries Ex-Freund, er hatte sie ganz übel verarscht, ihr Jahrelang die große Liebe vorgespielt, gleichzeitig hinter ihrem Rücken aber ne andere Beziehung gehabt. Zum Glück fanden sie es irgendwann raus und sie hat sich nach 2 ½ Jahren von ihn getrennt. Das war vor einem Jahr. „Sag jetz nicht, du bist wieder mit dem Arsch zusammen?“, fragte Caro sarkastisch. Marie schüttelte entsetzt den Kopf: „Nee, nicht mal in hundert Jahren! Aber ich nen neuen kennen gelernt. Milo heißt er.“ „Wow, das ist toll!“, freute sich Caro für sie, mit der Hoffnung, das er nicht so sein würde wie Chris. „Jo, und ich bin so glücklich!“ „Leute, die Party hat angefangen!“, platzte Julia ins Zimmer. Marie und Caro sprangen auf, checkten noch mal ihre Spiegelbilder. Dann ging es auf zur Party. Die Party sollte in einem Club stattfinden, der gleich neben unserem Hotel war, also hatten sie es nicht weit. Sie machten sich zu viert auf den Weg. Unten in der Lobby angekommen, sahen sie gerade noch, wie Tokio Hotel das Hotel verließ. Sie hatten also auch hier eingecheckt! Caro, Charlie, Marie und Julia sahen sich an und nickten: ihnen nach! Sie folgten ihnen also unauffällig. Kurz vor dem Club blieb Georg jedoch plötzlich stehen, so dass Julia voll in ihn hineinlief. „Tschuldigung!“, sie bekam ganz große Augen und klatschte sich die Hand vor den Mund. „Schon gut“, erwiderte Georg und lächelte. Bill, Tom und Gustav sind inzwischen auch auf die vier Mädchen aufmerksam geworden. „Na hallo, so schnell sieht man sich wieder“, sagte Tom, sah Caro an und setzte sein Checker-Grinsen auf. „Joah…“, erwiderte diese und grinste ebenfalls. „Leute, wollen wir hier Wurzeln schlagen, wir sind schon seit 12 Minuten überfällig!“, rief Charlie dazwischen und deutete auf ihre Uhr. Caro sah sie an und verdrehte die Augen. „Reg dich ab!“ „Halt die Klappe“, kam es zurück. Bevor Caro jedoch noch etwas erwidern konnte, sagte Marie: „Ey Leute, ich will da heute noch hin!“ Caro und Charlie warfen sich noch einen bösen Blick zu, dann stimmten sie Marie zu. Also machten sie sich weiter zu acht auf den Weg. Bill, Tom und Georg alberten die ganze Zeit mit ihnen rum, Gustav unterhielt sich mit Julia. Irgendwann sind sie dann im Club angekommen. Drinnen steuerten Bill und Caro gleich die Bar an, während die anderen einen guten Platz sicherten. „Du scheinst dich ja nicht grad toll mit deiner Schwester zu verstehen, oder?“, fragte Bill, als sie ihre Bestellung – acht Red Bull – aufgegeben hatten. „Hör bloß auf“, winkte Caro ab, „wir sind die Gegenteile schlecht hin, verschiedener geht’s gar nich.“ „Dabei seht ihr euch ziemlich ähnlich…“, grinste Bill und nahm vier von den red Bull Dosen entgegen, die ihnen gereicht wurden. Caro verzog das Gesicht: „Jaah, leider…obwohl es ja manchmal auch ziemlich lustig sein kann…“, fügte sie lachend hinzu und die beiden gingen zu den anderen. Caro trank ihr Red Bull schnell aus und forderte Julia gleich zum Tanzen auf. Grad lief „Vacation“ von „Simple Plan“. Caro liebte diese Band. Und dieses Lied, also musste sie einfach dazu tanzen. Julia und Caro tobten uns richtig auf der Bühne aus, und Caro merkte, wie Bill mich dabei beobachtete… Sie lächelte ihm ein paar Mal zu. Irgendwann ging sie tanzend auf ihn zu und zog ihn mit auf die Tanzfläche. „Ähm…eigentlich kann ich gar nicht tanzen…“, versuchte er ihr zu sagen, da aber die Musik so laut war, hörte sie ihn nicht und schüttelte den Kopf und zeigte auf ihre Ohren, um ihm das zu verstehen zu geben. Er kam ihr mit seinem Gesicht näher und sagte ihr ins Ohr: „Ich kann eigentlich gar nicht tanzen!“ „Ich doch auch nicht!“, erwiderte Caro und grinste. Er schüttelte grinsend den Kopf und verschwand wieder auf der Couch, bei den anderen. Als das Lied zu ende war, gesellten auch Julia und Caro sich wieder dazu. Sie laberten noch ein wenig, bestellten sich ein paar Getränke und ab und zu waren zwei oder drei auch auf der Tanzfläche. Irgendwann wurde es Caro aber zu stickig, und sie musste mal vor die Tür. Sie sagte den anderen bescheid, stand auf und ging. Draußen holte sie ein paar Mal tief Luft. ´Eigentlich sind Bill, Tom, Gustav und Georg gar nicht so abgedroschen und abgehoben wie immer alle sagen´, dachte Caro. Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer rechten Schulter und sie drehte sich überrascht um.

 

Kapitel 3

„Was macht denn so ein hübsches Mädchen hier draußen so ganz allein, ohne Begleitung?“ Vor ihr stand Tom – sichtlich betrunken. Caro grinste und sah sich gespielt suchend um. „Wer ist denn hier ohne Begleitung?“ „Naja“, lallte Tom, „grad warst du das doch nich…“ „Komm“, lachte Caro, „lass uns wieder reingehen.“ Tom schüttelte jedoch den Kopf. „Ne“, kam es von ihm, „lass uns hier bleiben, hier ge-gefällt es mir…“ „Von mir aus…-aber“ Weiter kam sie jedoch nicht, denn schon fing er an sie zu küssen. Seine Lippen waren weich und er küsste ziemlich zaghaft. „Moment mal“, sagte Caro und stieß ihn von sich weg, „das können wir nicht machen, du bist betrunken. Ein bisschen zu sehr, wie ich finde…“, fügte sie hinzu. Tom hörte allerdings nicht drauf und machte einfach weiter. Er drücke sie mit dem Rücken an die Wand und küsste ihren Hals. Langsam bekam sie Panik. Was sollte das werden? Okay, ihr war schon klar, was er wollte, aber sie konnte in dem Moment irgendwie nicht klar denken. sie wehrte sich, versuchte ihn von sich wegzudrücken, aber er machte einfach weiter. „Tom, hör auf“, murmelte Caro. In dem Moment hörte sie von der Tür des Clubs her: „Tom! Was machst du da?“ Caro sah zur Seite und in ihr breitete sich eine Welle der Erleichterung aus. „Bill, sag ihm er soll aufhören“, jammerte sie fast. Bill kam auf sie zu und zog seinen Bruder von ihr weg. „Danke“, sagte sie etwas erschöpft. Dann merkte sie, dass sie ihr T-Shirt gar nicht mehr anhatte. Tom musste es ihr ausgezogen haben. Es lag neben ihr auf dem Boden. Sie hob es schnell auf und zog es wieder an. „Ich glaub ich geh jetz lieber“, murmelte sie Bill zu. Sie konnte ihn noch nicken sehen, dann war sie auch schon weg. Irgendwie fühlte sie sich komisch. War ja schon gruselig… Naja, er war betrunken, da macht man so was mal… Im Hotel checkte Caro ein und ging auf ihr Zimmer. Da ging sie unter die Dusche. Danach hörte sie noch ein bisschen Musik und Telefonierte mit ihrem Vater, den sie seit knapp 3 Wochen nicht mehr sehen konnte, wegen ihren vielen Terminen. Sie erzählte ihm vom heutigen Tag. Dass sie mich so freute, endlich mal Tokio Hotel kennen gelernt zu haben, verstand er nicht. Naja, ihr Vater konnte die Band halt nicht ab, und sie nahm ihr das ja auch nicht übel…denn, hey, es ist schließlich eine erwachsene Person und Eltern sind ja meist immer anders drauf als ihre Kinder… Zum Schluss sollte sie noch Charlie, Marie und Julia von ihm grüßen, dann legten sie auf. Kurze zeit später kamen die drei dann auch in Caros Zimmer geplatzt. „Ich soll euch von Ma grüßen“, sagte sie, noch bevor eine der anderen etwas sagen konnte. „Grüß zurück“, kam es von Charlie, Marie und Julia wie aus einem Munde als Antwort. „Warum bist du früher gegangen?“, plapperte Marie weiter. Caro zuckte mit den Schultern und sagte betont lässig: „Nur so…keinen Bock mehr…“ Charlie sah ihren Zwilling durchdringend an, doch Caro wich ihrem Blick aus. Wenn einer wusste, dass Caro log, dann war Charlie es. Das war eine dieser Zwillingssachen…Caro hasste es. „So n Kack, man, war voll geil!“, erwiderte Marie und warf sich zu Caro aus Bett. Julia nickte und setzte sich ebenfalls. Charlie stand da und beobachtete die drei – bzw. Caro. „Guck nicht so!“ Diese rollte mit den Augen und sah Charlie auffordernd an. Sie ballte ihre Hände, schloss die Augen, holte tief Luft und schien kurz vorm explodieren zu sein, wie Caro belustigt feststellte. Dann passierte etwas, womit sie nie gerechnet hätte. Charlie öffnete die Augen, löste ihre Hände und sah Caro enttäuscht an. Sie sah sie so an, wie sie sie eigentlich…noch nie angeschaut hatte. Der Blick versetzte ihr einen leichten Stich. Dann drehte Charlie sich kopfschüttelnd um und ging in ihr Zimmer. „Was war das denn?“, fragte Julia verblüfft, als Caro den Blick senkte. Sie starrte die Tür an, durch die Charlie verschwunden war. „Keine Ahnung“, antwortete Marie und sah ebenfalls die Tür an. Caro zuckte mit den Schultern, stand auf und ging in Richtung Charlies Zimmer. Bevor sie klopfte holte ich noch einmal tief Luft. -tock, tock, tock- „Ja“ Sie schaute noch mal zu Marie und Julia, die ihren Blick mit großen Augen erwiderten. Sie konnte sich vorstellen, dass sie sich wunderten, warum sie freiwillig in das Zimmer ihrer Schwester geht. Caro drückte langsam die Türklinke hinunter und betrat das Zimmer. Es sah eigentlich nicht viel anders aus als ihr Zimmer…mit einem einzigen Unterschied: hier war aufgeräumt. Charlie saß auf ihrem Bett, mit dem Rücken zu ihr. „Was willst du?“, fragte sie plötzlich. „Mit dir reden“, erwiderte Caro, darauf bedacht, in normalem Ton mit ihr zu sprechen. „Warum bist du so…anders geworden?“, fragte Charlie und drehte sich zu Caro um. „Was zum Teufel meinst du mit anders?“, stellte Caro die Gegenfrage. „Vergiss es“, winkte Charlie verbittert ab, „zieh einfach los und amüsier dich, das kannste doch sowieso am besten!“ „Ja mag sein, aber im Gegensatz zu dir lauf ich nicht davon, wenn wir endlich mal richtig miteinander reden!“, erwiderte Caro in Bezug darauf, das Charlie schon wieder auf dem Weg zur Tür war. Charlie drehte sich zu ihr um, sah sie wütend an und sagte: „Leider hab ich keine Zeit für dieses tolle miteinander reden, weil ich mich immer um alles kümmern muss!“ „Schön“, rief Caro, „es hat dich keiner darum gebeten!“ „Doch du! Übernimmst du seit Ma´s Tod vielleicht mal für irgendetwas die Verantwortung?“ Jetzt reichte es Caro. „Das heißt jetzt aber nicht, dass du meine Mutter spielen musst.“ Das saß. Charlie zuckte mit dem Kopf leicht nach hinten und sah Caro auf einmal traurig an. „Eins hab ich an Ma am meisten gemocht“, redete diese weiter, „sie hat es geliebt, dass wir so verschieden sind. Und du bestrafst mich dafür! Seit dem Tag an dem Ma gestorben ist, setzt du alles daran, mich von deinem Leben fernzuhalten.“ „Das is nich wahr“, unterbrach sie Charlie leise. „Ach komm bitte Charlie“, erwiderte Caro den Tränen nahe, „bald ist der wichtigste Tag in deiner Schulischen Laufbahn und du hast einfach vergessen mich einzuladen.“ „Tja, vergib mir dass es da ausnahmsweise mal nur um mich gehen sollte“, antwortete Charlie, ebenfalls den Tränen nahe, „ich schreib ne eins, doch Dad kann sich nicht freuen, weil du wieder Stress in der Schule hast. Ich werde Kapitän der Cheelider, doch Dad kann nicht zu einem Spiel kommen….nicht zu einem, weil er deinetwegen ständig zu den Lehrern in die Sprechstunde rennen muss!“ Caro sah sie traurig an und schüttelte den Kopf, während ihr eine Träne aus dem rechten Auge über die Wange rollte. „Willst du wissen, warum ich am Anfang nicht mit dir in einer Band sein wollte? Damit ich dich nicht immer um mich haben muss!“ „Dann hoffe ich, dass ich dir deinen Wunsch erfüllen kann“, erwiderte Caro, drehte sich um und rannte aus dem Zimmer.

 

Kapitel 4

Caro lief durch ihr Zimmer, ohne Marie und Julia auch nur eines Blickes zu würdigen, hinaus auf den Flur vom Hotel. Dort drehte sie sich nach links und rannte den Flur entlang. ´Shit, wo ist das scheiß Teil´, dachte sie und suchte, und suchte, und suchte. Nach 5 Minuten fand sie was sie suchte: die Feuerleiter des Hotels. Diese kletterte sie hinauf. Auf dem dach des Hotels angekommen, setzte sie sich hin, zog ihre Beine an ihren Körper und umschlang sie mit den Armen. Sie legte den Kopf auf ihre Knie und weinte bittere Tränen. Warum waren sie und Charlie nur so distanziert? Seit ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben ist, lebten sie sich immer weiter auseinander. Das wusste Charlie auch, nur sie wollte es nicht zugeben.

Charlie indessen starrte ihrer Schwester nach. Auch ihr kullerten die Tränen unaufhaltsam die Wangen runter. Hatte Caro etwa Recht? Versuchte sie, Charlie, wirklich Caro von ihrem Leben fernzuhalten? Sie versuchte sich daran zu erinnern, wann sie beide das letzte Mal einen Tag gemeinsam ohne zu streiten miteinander verbracht hatten. ´Der Tag an dem Ma gestorben ist´, dachte Charlie. Ja, genau, da hatten sie zu letzt einen Tag miteinander verbracht. Sie, Caro und…ihre Mutter. Bei dem Gedanken an ihre Mutter liefen ihr noch mehr Tränen über die Wangen. Das nun Julia sie in den Arm nahm, bekam sie gar nicht mit. Julia sprach auf sie ein, doch ihre Stimme schien so weit weg… Während dessen hatte sich Marie auf die Suche nach Caro begeben. ‚Wo ist sie nur?’, fragte sie sich immer wieder. Sie hatte ja keine Ahnung, wo sich Caro immer dann rum trieb, wenn sie mal „ihre Ruhe“ brauchte… Letztendlich kam Marie zu dem Schluss, dass es am einfachsten wäre, Caro auf ihrem Handy anzurufen. Also ging sie wieder in ihre Zimmer, suchte ihr Handy und wählte Caros Nummer…

Plötzlich hörte Caro ihr Handy in ihrer Hosentasche klingeln. Sie nahm es aus der Tasche und sah auf den Display. Marie rief an. Betrübt legte Caro einfach auf, da sie im Moment lieber allein sein wollte. Im Moment wollte sie niemanden sehen, niemanden hören…einfach nur allein sein. Ganz genau in diesem Moment sah sie plötzlich seinen Schatte über sich. Sie blinzelte ein paar Mal, um zu erkennen, wer vor ihr stand. „Hi“, sagte Bill und setzte sich im Schneidersitz neben Caro. „Hey“, erwiderte Caro und Bill merkte, dass sie weinte. „Was isn los?“, fragte er besorgt. „Ich hab mich mit meiner Schwester gestritten…“, murmelte Caro. „Oh…so schlimm?“ Caro nickte. Ja, für sie war es schlimm. Sie hatte schon früher darüber nachgedacht, dass Charlie sie von ihrem Leben fernhielt. Als sie das bemerkte, war sie todtraurig und vor allem – enttäuscht. Enttäuscht darüber, wie Charlie nur so etwas tun konnte – enttäuscht darüber, das sie es nicht verhindert hatte – enttäuscht darüber, dass ihre Mutter nicht mehr da war, um ihr zu helfen… Wieder rannen ihr Tränen über die Wangen. „Och hey...“, sagte Bill leise und nahm Caro in den Arm. Er mochte es nicht sehen, wenn jemand weinte. Seine Nähe tat Caro gut und sie beruhigte sich wieder. „Woher wusstest du, dass ich hier bin?“, fragte sie. „Gar nicht“, erwiderte Bill, „hier geh ich immer mal hin wenn ich meine Ruhe haben will. Und eine Zigarette.“, fügte er hinzu und zog auch schon eine Zigarettenschachtel aus seiner Hosentasche, aus der er sich eine Zigarette nahm. Diese zündete er sich an. „Tz“, machte Caro und schüttelte grinsend den Kopf, „rauchen ist aber nicht gut für die Stimme…“ „Ich weiß“, lachte Bill, „deshalb tu ich das ja nicht sehr oft.“ „Hm“, machte Caro und wandte sich dem Himmel zu, der ihr verriet, dass es schon anfing zu Dämmern und sich der Morgen näherte. So saßen die beiden einfach nur da. Bill, mit der Zigarette in der Hand und im Schneidersitz und Caro, mit angezogenen Beinen und den Kopf auf die Knie gestützt. Sie saßen da und schwiegen, es mussten keine Worte gewechselt werden.

„Weißt du wo Caro ist?“ Charlie schüttelte den Kopf. Und doch war es gelogen. Sie wusste ganz genau, dass ihre Schwester durch den Flur zur Feuerleiter gerannt und diese wiederum rauf aufs Dach geklettert ist. Charlie wusste es daher so genau, da Caro ihres mal erzählt hatte…früher, als sie sich wenigstens noch so einigermaßen verstanden, da hatte Caro sie mal mitgenommen und ihr den Ausblick, den man von so einem Hoteldach hatte, gezeigt. Charlie hatte geschworen niemandem etwas davon zu sagen – und sie würde diesen Schwur auch niemals brechen… Marie schüttelte nachdenklich den Kopf und setzte sich zu Charlie auf das Bett. Sie machte sich Sorgen, soviel stand fest. Um Caro und um Charlie.

 

Kapitel 5

„Naja, also, ich müsste dann mal los“, sagte Caro nach einem Blick auf die Uhr, „sonst setzen die noch n Suchtrupp nach mir aus“, fügte sie lachen hinzu. Sie erhob sich. Bill tat es ihr gleich. Zuerst war Caro unsicher, ob sie ihm jetzt einfach nur die Hand geben sollte, oder ihn umarmen… Er nahm ihr jedoch die Entscheidung ab, indem er sie zu sich zog und sie in den Arm nahm. Sie erwiderte die Umarmung sofort und vergrub ihren Kopf in seine Schulter. „Danke“, flüsterte sie. Sie lösten sich und schauten sich in die Augen. „Das mit deiner Schwester wird wieder“, sagte Bill leise. Caro nickte langsam, drehte sich um und ging. Als sie die Feuerleiter runterkletterte warf sie noch einen letzten Blick zu Bill. Er hatte sich nicht von der Stelle gerührt, sondern stand da und sah ihr nach. Caro kletterte die Feuerleiter runter, strich sich ihre Haare hinter die Ohren und atmete noch einmal tief durch. Dann machte sie sich auf den Weg zu ihrem Hotelzimmer. Dort angekommen, setzte sie zum klopfen an. Doch kurz vor der Tür hielt sie inne. Moment mal – warum klopfte bei ihrem eigenen Zimmer an? Sie schüttelte kurz den Kopf, schloss die Tür auf und trat ein. Sie sah sich um und…- keiner da. Keine Charlie. Keine Marie. Keine Julia. Umso besser, dachte Caro niedergeschlagen und ging ins Bad um sich noch einmal frisch zu machen. Dann setzte sie sich auf ihr Bett und wartete nur darauf, dass ihr Manager – Max - reinkommen würde, um sie schmerzhaft zu wecken, in dem er ihr Ins Ohr schreien würde, dass es endlich Zeit zum aufstehen sei, da sie ihren nächsten Termin hätten. Wie aufs Stichwort kam der auch sofort ins Zimmer geplatzt. Er stutzte, als er Caro fix und fertig angezogen auf ihrem Bett sitzen sah. „Nanu“, fragte er, „schon so früh auf?“ Caro zuckte zur Antwort die Schultern. Max legte den Kopf schief, kam zu dem Schluss, dass Caro einfach nur schlecht drauf war und ging wieder ohne ein Wort aus dem Zimmer. Kurz darauf kam er jedoch wieder, weil er etwas vergessen hatte. „Ach ja, wir fahren in einer Stunde los“ „Wohin denn?“, fragte Caro. „Ins Studio, ein paar neue Songs aufnehmen“, erwiderte er, dann ging er endgültig. „Ist gut“, sagte Caro, obwohl Max schon längst die Tür geschlossen hatte. Sie überlegte, was sie bis dahin noch tun könnte. Packen. Sie hatte ihre Klamotten noch nicht angerührt, was dazu führte, dass sie ihren Koffer ebenfalls noch nicht angefasst hatte. Also suchte sie ihre Sachen zusammen, verstaute die in ihrem Koffer und stellte den Koffer neben die Tür. Caro sah auf die Uhr und seufzte. Ein neuer Rekord im Klamotten zusammenpacken, eine halbe Stunde. Also hatte sie noch genau 30 Minuten zur Abfahrt. Sie beschloss, nach unten, in die Hotellobby zu gehen. Ihren Koffer nahm sie schon mal mit. Unten angekommen, stellte sie fest, dass sie nicht die erste war. In den bequemen Ledersessel saßen schon ihre Bandmitglieder Charlie, Marie und Julia. Ebenfalls alle mit ihren Koffern. Es herrschte betretenes Schweigen, als Caro eintrat. Allerdings lag das nicht an ihr, es war schon vorher so still gewesen… Caro setzte sich in einen Sessel, der ein Stück weit weg von den anderen war, nahm ihren iPod aus ihrer Jackentasche, steckte sich die Stöpsel in die Ohren und lauschte dem Lied, was grad lief.

Seems like just yesterday

You were a part of me

I used to stand so tall

I used to be so strong

Your arms around me tight

Everything it felt so right

Unbreakable like nothing could go wrong

Now I can’t breathe

No I can’t sleep

I’m barely hanging on

Here I am

Once again

I’m torn into pieces

Can’t deny it

Can’t pretend

Just thought you were the one

Broken up deep inside

But you won’t get to see the tears I cry

Behind these hazel eyes

I told you everything

Opened up and let you in

You made me feel alright for once in my life

Now all that’s left of me

Is what I pretend to be

So together but so broken up inside

Cause I can’t breathe

No I can’t sleep

I’m barely hanging on

Here I am

Once again

I’m torn into pieces

Can’t deny it

Can’t pretend

Just thought you were the one

Broken up deep inside

But you won’t get to see the tears I cry

Behind these hazel eyes

Swallow me then spit me out

For hating you, I blame myself

Just seeing you it kills me now

No I don’t cry

On the outside anymore

Here I am

Once again

I’m torn into pieces

Can’t deny it

Can’t pretend

Just thought you were the one

Broken up deep inside

But you won’t get to see the tears I cry

Behind these hazel eyes

Here I am

Once again

I’m torn into pieces

Can’t deny it

Can’t pretend

Just thought you were the one

Broken up deep inside

But you won’t get to see the tears I cry

Behind these hazel eyes

Auf wundersame weise passte dieses Lied gerade so wunderschön. Auch, wenn es einen ganz anderen Hintergrund hatte…

 

Kapitel 6

Auch auf der Autofahrt ins Studio, nach Hamburg, herrschte Schweigen. Max versuchte immer ein wenig Stimmung in die Bude zu bringen, was ihm allerdings nicht so recht gelingen wollte. Marie schrieb SMS, Julia las ein Buch, Charlie starrte gedankenverloren aus dem Fenster und Caro hörte Musik und hatte die Augen geschlossen. Sie wollte mit keinem reden, schon gar nicht mit Charlie. In Hamburg angekommen, fuhr Max sie alle erst einmal jeweils nach Hause. Als erstes zu Marie, dann zu Julia und dann zu Caro und Charlie. Sie verabredeten sich dafür, dass sie sich am Montag – also in 5 Tagen – im Studio treffen würden. Was sie bis dahin machten, wäre nicht seine Sache, fügte Max noch hinzu und fuhr weiter. Wortlos nahmen Charlie und Caro ihre Koffer, gingen zur Haustür und klingelten. Die Tür wurde – wie erwartet – von ihrem Vater geöffnet, der seine Töchter glücklich anstrahlte. „Na, ihr süßen“, sagte er und umarmte die Zwillinge herzlich. „Hi Dad“, erwiderte Caro mit einem Lächeln auf den Lippen. Ebenso Charlie. „Kommt rein, kommt rein. Wo eure Zimmer sind wisst ihr ja hoffentlich noch?“, fragte Patrick, halb Scherz, halb Ernst. „Freilich“, erwiderte Caro grinsend. „So was vergessen wir doch nicht“, führte Charlie den Satz von Caro lachend weiter. „Gut“, sagte Patrick und rieb sich kurz die Hände, „dann werd ich mal Essen machen, ihr packt schon aus, macht euch frisch und dann gibt’s auch schon Mittag, okay?“ Caro und Charlie nickten, nahmen ihre Koffer und gingen in ihre Zimmer. Währenddessen ging Patrick nachdenklich in die Küche. Natürlich war ihm die Spannung zwischen seinen Töchtern nicht entgangen. Ihm konnten sie nichts vormachen, auch wenn sie noch so gute Schauspielerinnen waren. Allerdings wusste er nicht, wie er das wieder ins Lot bringen sollte…Darin war er noch nie gut gewesen. Das hatte immer seine Frau gemacht…Melanie….Patrick seufzte, nahm eine Packung Spagetti und tat diese in einen Topf mit heißem Wasser. Ja, was die Erziehung von Caro und Charlie anging, war Melanie perfekt.

„Charlie, gib mir meinen Kajal!“, brüllte Caro über den Flur zu ihrer Schwester. Keine Sekunde später kam der kleine Stift zu ihr rüber geflogen. Er landete im Türrahmen. Caro ging zur Tür, hob den Stift auf und knallte die Tür zu. Sie hasste es, wenn Charlie ihre Sachen benutzte. Sie machte Musik an. Symphonie – Silbermond. Dann packte sie ihren Koffer aus. Als sie damit fertig war, verfrachtete sie diesen unter ihrem Bett und ging ins Bad. Dort spritzte sie sich ein bisschen kaltes Wasser ins Gesicht. Sie war sich sicher, dass ihr die fünf Tage, die sie frei hatte, gut tun würden. In letzter Zeit hatte sie wenig Schlaf gehabt, also freute sie sich darauf, endlich mal wieder ausschlafen zu können. Sie ging wieder in ihr Zimmer, wo Charlie war und sich prüfend umsah. „Was willst du hier?“, zischte Caro. „Tasche“, erwiderte Charlie nur. „Rucksack“, sagte Caro. „Nein“, wehrte Charlie ab, „ich suche meine Tasche, ich hab sie dir geliehen. Die schwarz-weiße.“ Bei Caro fiel endlich der Groschen. „Warte“, sagte sie schroff und ging zu ihrem Schrank. Darin wühlte sie einige Sekunden, dann hatte sie das gewünschte Teil auch schon gefunden. Sie warf die Tasche Charlie zu und sagte kühl: „Da, und jetzt hau ab“ „Dad hat gesagt, wir sollen zum Essen runterkommen“, erwiderte Charlie genauso kühl, nahm die Tasche und rauschte aus dem Zimmer, wobei sie die Tür zuknallte. Keine Sekunde später öffnete Caro die Tür jedoch wieder und ging runter. Charlie war noch nicht da, also war sie mit Patrick alleine. „Na Mäuschen“, sagte er, als sie die Küche betrat. „Na“, Caro lächelte und setzte sich auf einen der Stühle an dem bereits gedeckten Küchentisch. „Also“, fing Patrick an, während er in der Tomatensoße rumrührte, „worum ging es?“ Caro sah ihn verwirrt an. Warum sprachen die Leute heutzutage nur so in Rätseln? Erst Charlie, jetzt ihr Dad. „Was meinst du?“, fragte Caro, und sah ihrem Vater zu, wie er die Soße abschmeckte. „Charlie“, erwiderte Patrick, nahm die Schüssel mit der Soße und stellte sie auf den Tisch. Kaum hatte er diesen Namen gesagt, fiel bei Caro der Groschen. „Ach…ähm…es war eigentlich nut ne Kleinigkeit, das vergeht sicher schnell wieder“, winkte Caro schnell ab, „wir hatten einfach mal nen schlechten Tag.“ Zum Schluss brachte sie noch ein zuversichtliches Lächeln zustande, worauf Patrick sie jedoch nur misstrauisch ansah, als in dem Moment auch schon Charlie in die Küche kam. „Hi Dad“, sagte sie fröhlich und fing an zu schnuppern, „Hmm…hier riecht’s aber lecker! Was gibt’s denn?“ „Euer Leibgericht“, antwortete Patrick stolz, „Spagetti ala Patrick Meißner!“ „Cool“, grinste Charlie und setzte sich an den Tisch. Allerdings genau gegenüber von Caro. In Gedanken steckte diese ihr gerade die Zunge raus und verschränkte die Arme vor der Brust. Das Mittagessen verlief recht schweigsam, obwohl Caro und Charlie einiges zu berichten hatten. Da sie aber wussten, dass sie sich nur wieder streiten würden, verschoben sie es auf den Abend. Nachdem Mittagessen verzogen sich die beiden wieder auf ihre Zimmer. Caro telefonierte mit Tina, einer alten Schulfreundin, Charlie hatte sich vor den Fernseher gesetzt. „Hallo Caro“, grüßte Tina, „lang nichts mehr von dir gehört…also, persönlich meine ich.“ „Joah“, grinste Caro, „wir hatten ziemlich viel Stress in letzter Zeit, Termine. Interviews, Fotoshootings, Auftritte und so weiter. Aber jetzt haben wir für 5 Tage frei.“ „Cool. Kann ich dann und wann mal vorbeischauen?“ „Klar, du doch immer“, erwiderte Caro lachend. -Stille.- Dann fragte Tina plötzlich: „Kann ich dir was anvertrauen?“ „Wenn du willst“, erwiderte Caro und wartete gespannt. Allerdings vergebens, denn Tina sagte, dass sie vorbeikommen würde, da sie das lieber nicht am Telefon besprechen wollte. „Okay. Wann bist du hier?“, fragte Caro mit einem Blick auf die Uhr. „Sagen wir um…halb 2?“ „Jopp, geht klar. Bis dann.“ „Bis gleich.“ Und schon war die Leitung gekappt. Caro steckte das Telefon wieder in das Ladegerät, seufzte und legte sich auf ihr Bett. Was Tina wohl zu berichten hatte? Bestimmt nichts gutes, so viel war sicher.

 

Kapitel 7

Ungeduldig trommelte Caro mit den Fingern auf ihren Schreibtisch. Immer noch wartete sie auf Tina und sie warf alle 3 Minuten einen Blick auf die Uhr, als könne das die Zeit verkürzen. *Ding, dong* Da! Endlich! Es klingelte, Caro jagte die Treppe runter, schrie ein „Ich mach auf!“ durchs Haus und öffnete. Kaum war die Tür auf, viel ihr auch schon ein Schwall langer, brauner, lockiger Haare ins Gesicht und sie hatte Tina an sich kleben. „Hey, hey, schön langsam, ich will noch mal auftreten können“, würgte Caro hervor. Tina ließ sie los und grinste. „Willst du – „, fing Caro an, stockte jedoch. Moment mal, seit wann hatte Tina dann braune Haare? Und waren die nicht immer schulterlang gewesen? „Du warst beim Frisör, stimmts?“ Tina nickte und wuschelte ein wenig in ihren Haaren herum: „Was sagst du?“ „Steht dir gut“, nickte Caro anerkennend. Die beiden gingen zuerst in die Küche, wo sie sich was Trinken nahmen, dann ins Wohnzimmer, wo Patrick saß und arbeitete. „Dad, Tina ist da.“ „Ist gut“, erwiderte Patrick mit einem Lächeln und die beiden verschwanden auf Caros Zimmer. Dort angekommen, setzten sie sich auf Caros Bett und Caro machte die Eistee Packung, die sie aus der Küche mitgebracht hatten, auf. „Also, was willst du mir erzählen?“, fragte Caro, als Tina ein paar Schlucke von ihrem Eistee getrunken hatte. Doch zum Antworten kam Tina nicht, denn im nächsten Augenblick klopfte es an der Tür. „Was?“, rief Caro verärgert. Die Tür ging auf und Charlie kam rein, mit ihrem Telefon in der Hand, welches sie Caro wortlos hinhielt. „Was soll ich damit?“, fragte Caro sichtlich genervt. „Telefonieren“, erwiderte Charlie und verdrehte die Augen. „Erstens hab ich mein eigenes Telefon, zweitens hast du mir nicht vorzuschreiben wann ich zu telefonieren habe und drittens hab ich Besuch“, Caro deutete auf Tina, die nur stumm da saß, und die Konversation zwischen den Zwillingen beobachtete. Charlie jedoch würdigte sie keines Blickes, sondern drückte Caro das Telefon einfach in die Hand und sagte: „Da ist jemand dran. Deswegen hab ich dir das Ding gegeben.“ „Toll, und wer?“, fragte Caro, ohne auf den letzten Satz ihrer Schwester einzugehen. „Bill“, antwortete Charlie nur und ging sofort aus dem Zimmer. Caro stutzte einen Moment lang, dann rief sie: „Ich kenne aber keinen Bill!“ Von Charlie kam allerdings kein weiterer Mucks. Zögernd nahm Caro den Hörer an ihr Ohr und sagte: „Hallo?“ „Hallo? Caro?“, fragte eine Stimme, die sie noch nicht richtig zuordnen konnte. „Ähm…“ „Ich bin’s Bill. Bill Kaulitz, von Tokio Hotel.“ Jetzt viel bei Caro der Groschen. „Achso, ich hab dich gar nicht erkannt…wo hast du denn die Nummer her?“ „Von Tom. Der hat sie wiederum von Julia.“ „Aha“, sagte Caro, „und was willst du?“ „Ich wollte fragen, ob sich das mit deiner Schwester wieder eingerenkt hat, aber das hat sich grad ja von selbst beantwortet.“ „Oh, ja, wir sind immer noch nicht wieder gut miteinander. Aber…nett von dir, das fragst.“, sagte Caro und schüttelte zu Tina gewandt den Kopf, da sie gefragt hatte, wer dran sei und was los ist. Dann herrschte Stille zwischen Bill und Caro. „Und…“, fing Caro an doch Bill unterbrach sie: „Gibst du mir deine Nummer? Dann müsste ich nicht immer bei deiner Schwester anrufen.“ „Ja, klar“, erwiderte Caro und wartete, bis er Zettel und Stift geholt hatte. Dann schrieb er ihre Nummer auf und sie mussten sich verabschieden, da Bill schon wieder einen Termin hatte. Nach dem Telefonat sah Caro ungläubig das Telefon in ihrer Hand an. Wow. Sie hatte gerade tatsächlich mit Bill Kaulitz, mit dem Bill Kaulitz telefoniert! „Jetzt sag doch endlich wer da dran war!“ Tinas Stimme riss Caro aus ihrem Gedanken. „Ach, das ist unwichtig“, schüttelte Caro den Kopf. Tina zuckte mit den Schultern und gab sich mit der Antwort vorerst zufrieden. „Erzähl, was wolltest du sagen?“, fragte Caro nun und legte das Telefon neben sich. „A-also, ich…“, Tina blieben plötzlich die Worte aus und ein großer dicker Klos bildete sich in ihrem Hals. Sie musste aufpassen, dass ihr nicht die Tränen in die Augen stiegen. Caro merkte sofort, das mit ihr etwas nicht stimmte. „Hey…“, sagte sie hilflos. „Meine Eltern werden sich scheiden lassen“, sagte Tina leise und fing dann an zu schluchzen. Caro nahm sie mitfühlend in den Arm und versuchte sie zu trösten. „Und bei wem willst du bleiben?“, fragte sie schließlich. „Ich weiß nicht…“, zuckte Tina leicht mit den Schultern, „eigentlich will ich ja bei meiner Mutter bleiben, aber…“ Sie sprach nicht weiter. Caro fragte mit einer Handbewegung: „Aber…??“ „Gerade sie will ja umziehen…nach Berlin!“ Tina schnaubte verächtlich. „Da hat sie ne neue, ach so tolle Arbeit bekommen, bei der sie ja so viel Geld verdient!“ „Und du willst jetzt mit nach Berlin?“, fragte Caro etwas panisch, da sie ihre beste und einzige Freundin – außerhalb der Band natürlich – nicht verlieren wollte. Tina schüttelte den Kopf und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln. „Eigentlich nicht, aber ich will auch nicht bei meinem Vater wohnen. Nicht, dass ich ihn nicht lieb hab, aber ich will halt bei Mum wohnen…“ Ihre Stimme wurde immer leiser, bis sie schließlich gar nichts mehr sagte und sie einfach nur dasaßen und jede ihren Gedanken nachhing.

 

Kapitel 8

Am Abend, nachdem Tina schon längst weg war, saß Charlie bei ihrem Vater und berichtete. Ihre Konzerte, Interviews, Fotoshootings. Selbst den Streit erzählte sie ihm. Patrick seufzte resigniert. „Ihr müsst das klären“ „Ja, das ist mir auch klar“, erwiderte Charlie, „ich will aber nicht. Und sie auch nicht.“ Patrick sah sie forschend an. „Wir sind Zwillinge Dad, da ist so was halt nicht so einfach. Aber ich glaub, ich weiß von wem die Sturheit haben“, grinste sie auf einmal, „von dir! Du bist nämlich auch nicht besser, stimmt’s?“ Patrick gab sich geschlagen: „Okay, du hast ja recht, das habt ihr von mir. Aber das gute Aussehen habt ihr von euer Mutter.“, fügte er lachend hinzu. „Und die Musikalität?“, fragte Charlie neugierig. „Das Singen hat Caro von deiner Mutter. Sie hatte eine traumhaftschöne Stimme. Als ihr noch klein wart, hat sie, immer wenn sie euch ins Bett brachte, euch ein Lied vorgesungen.“ Charlie nickte: „Ja, daran kann ich mich noch gut erinnern. Es gab immer ein Lieblingslied…wie hieß es noch gleich?“ „Shelter“, kam es plötzlich von der Tür her. Caro stand dort, am Türrahmen gelehnt, die Hände in den Hosentaschen von ihrer Jogginghose. „Richtig, es war ‚Shelter’“, sagte Patrick. Caro setzte sich zwischen ihn und Charlie. „Ein sehr schönes Lied“, sagte Caro, woraufhin Charlie und Patrick nickten. Einen Moment lang herrschte Stille. Dann fing Caro an zu singen:

I know that you need it

I know that you don't need me to repeat it

But everything I have to give

I'll give to you

It's not like we planned it

You tried to stay, but you could not stand it

To see you shut down so slow as though it was an easy thing to do

Listen when

All of this around us will fall over

I'll tell you what we're gonna do, yeah

You will shelter me my love

And I, I will shelter you

I left you heartbroken

But not until those very words were spoken

Has anybody ever made such a fool outta you?

It's so hard to believe it

Even as our eyes do see it

The very things that made you live are killing you

Listen when

All of this around us is fallin' over

I tell you what we're gonna do, yeah

You will shelter me my love

And I, I will shelter you

We will shelter you

I will shelter you

We will pray with you

We will pray with you, shelter you

We will shelter you

We'll shelter you

Listen when

All of this around us is fallin' down

We're gonna shelter you

Als sie fertig war, schlug sie die Augen auf. Patrick lächelte. „Eure Mutter wäre bestimmt sehr stolz auf euch“, sagte er und nahm seine beiden Töchter in den Arm. Danach gingen Caro und Charlie gemeinsam die Treppe zu ihren Zimmern hinauf. Im Flur, zwischen den beiden Türen, blieben sie noch einmal stehen und sahen sich an. Sahen sich an und…lächelten. Ganz leicht nur. Dann drehten sie sich vollends um und verschwanden in ihren Zimmern.

 

Kapitel 9

Am nächsten Morgen schlief Caro aus. Zumindest wollte sie das, denn sie wurde mit schmerzhaftem Klingeln von ihrem Telefon geweckt. „Ich kann nich…“, murmelte Caro noch fast im Tiefschlaf. Dann drehte sie sich schwerfällig um und sah auf die Uhr. „Boah, erst halb 12!“ Sie sah kurz auf das Telefon, das nicht aufhören wollte zu klingeln, dann stand sie auf und nahm ab. „Ha-ha-haaaaaaalo?“, gähnte sie in den Hörer. „Mahlzeit“, flötete eine Stimme zurück. „Wieso Mahlzeit“, erwiderte Caro und rieb sich mit der freien Hand den Schlaf aus den Augen, „es ist noch fast mitten in der Nacht!“ „Es ist halb 12“, erwiderte die Stimme lachend. „Eben! Wer ist da überhaupt dran?“, fragte Caro aufgebracht. „Max, dein liebevoller, bester Freund und Manager.“ „Was steht an?“, fragte Caro und war gleich hellwach. „Übermorgen ist hier in der Stadt ein Fest. Man hat mich gerade angerufen und gefragt, ob wir Lust auf einen Gig hätten.“ „Klar hätten wir“, sagte Caro, „naja, glaub ich. Ich frag mal die anderen, dann ruf ich dich an, ja. Bis dann.“ Noch bevor Max „Tschau“ sagen konnte, hatte sie auch schon aufgelegt. Dann ging sie ins Badezimmer, wo sie sich die Zähne putzte, sich wusch und anzog. „Charlie! Komm mal rüber!“, schrie sie, während sie sich noch ihr T-Shirt über den Kopf zog. Als sie aufblickte, stand Caro in der Tür und sah sie erwartungsvoll an. „Max hat angerufen, er hat n Gig für uns auf nem Hamburger Fest. Morgen.“ „Okay…“, erwiderte Charlie langsam. Sie wusste nicht, was sie dazu sollte. Klar, sicher, Gigs waren immer toll. Aber im Moment hatte sie eigentlich gar keine Lust, sondern wollte einfach mal fünf Tage in Ruhe, bei sich zu Hause verbringen. „Ach komm schon, es wäre ja nur für Morgen, danach keine weiteren Auftritte. Bitte. Bitte, bitte, bitte.“ „Nagut“, lachte Charlie. „Okay, ich ruf dann gleich Marie und Julia an und frag sie.“ 15 Minuten später hatte sie Marie, Julia und Max angerufen. Max hatte mit ihnen abgemacht, dass sie morgen kommen und proben würden. „Ähm…“, machte Charlie. „Hm?“ Caro schaute sie fragend an. „Also…ist denn wieder alles…okay?“, fragte Charlie hoffnungsvoll. Caro legte den Kopf schief und überlegte. Würde sie so einfach verzeihen? Sie zuckte nur die Schultern, woraufhin Charlie den Kopf ein wenig hängen ließ. Dann drehte sie sich um und ging wieder zurück in ihr Zimmer. Aber nicht ohne ein „Aber besser als vorher“ hinzuzufügen. Charlie sah fragend auf, doch Caro hatte schon die Tür hinter sich zugemacht. Sie lehnte sich an die Tür und atmete einmal tief durch. Nein, sie könnte nicht so einfach verzeihen, nicht nach alledem.

I know there's something in the wake of your smile

I get emotion from the look in your eyes

You built our love but that love fall's apart

A little piece of heaven turns to dark

Listen to your heart when he's calling for you

Listen to your heart there's nothing else you can do

I don't know where you're going and I don't know why

Listen to your heart before you tell him goodbye

Sometimes you wonder if this fight is worthwhile

The precious moments are all lost in the time

They're swept away and nothing is what it seems

Don't feel like I'm belonging to your dreams

Listen to your heart when he's calling for you

Listen to your heart there's nothing else you can do

I don't know where you're going and I don't know why

Listen to your heart when he's calling for you

Listen to your heart there's nothing else you can do

I don't know where you're going and I don't know why

Listen to your heart before you tell him goodbye

 

Kapitel 10

Charlie seufzte. Sie hatte genug nachgedacht, um zu wissen, dass Caro Recht hatte, als sie sagte, dass sie sie von ihrem leben fernhalten würde. Stellte sich bloß die Frage, wie das wieder gutzumachen war. Klar, sie würde Caro ja auch nicht unbedingt gleich sofort wieder verzeihen, wenn sie einmal angekrochen käme und um Entschuldigung winseln würde. Sie stand nun in der Mitte ihres Zimmers und sah sich um. Sie hatte vieles, was Caro auch hatte. Nein, besser gesagt: Caro hatte vieles, was Charlie hatte, da Caro immer eifersüchtig wurde, wenn Charlie etwas bekam und sie nicht. Als sich Charlie daran erinnerte, musste sie lächeln, es war früher immer so gewesen. Langsam setzte sie sich in Bewegung, trat vor ihren Spiegel und überlegte. Sie hatte es schon seit längerer Zeit vorgehabt… Sollte sie es wirklich tun? Nein, kam Charlie zu dem Entschluss, es würde im Endeffekt sowieso nichts bringen…

Währenddessen stand Caro ebenfalls vor ihrem Spiegel und fummelte an ihren Haaren rum. Sie hasste die Farbe ihrer Haare. Die Wellen waren ja okay, aber die Farbe? Nein, die ging gar nicht. Plötzlich ging bei ihr ein licht auf: färben! Ja, genau, sie würde übermorgen, noch vor dem Fest, zum Frisör gehen. Sie ging extra direkt vor dem, Fest, damit es eine riesen Überraschung werden würde. Selbst kurz vor dem Auftritt würde sie noch eine Mütze tragen, um ihre Haare zu verstecken, damit es die anderen nicht sehn konnten. Caro grinste ihrem Spiegelbild zu: jaah, das wird lustig…

~~Kurz vor dem Auftritt auf dem Hamburger Fest~~

„Sag mal“, fragte Marie, als es nur noch 5 Minuten waren, bis sie auf die Bühne mussten, „warum trägst du eigentlich schon den ganzen Tag dieses dämliche Cappie? Willst du Tom von Tokio Hotel imitieren, oder was?“, fügte sie lachend hinzu. „Nö“, grinste Caro zurück, nahm ´dieses dämliche Cappie’ ab und schüttelte einmal ihre Haare. „Boah“, Marie klappte der Mund auf und sah sie erstaunt an. Caro hatte jetzt nicht mehr lange, mittelblonde Haare, sondern schwarze Haare mit blonden Strähnchen drin, die ihr nur bis knapp über die Brust gingen. „Trendy, trendy“, sagte Julia anerkennend und umkreiste ihre Bandkollegin. „Erinnert aber ein bisschen sehr an Bill“, kam es plötzlich ein paar Meter weiter Rechts von Caro. Dort stand, ganz lässig und mit dunkler Sonnenbrille, Tom. „Pff“, machte Caro und drehte sich zu ihm um, „was glaubst du, woher ich die Grundidee hatte?“ Sie zwinkerte ihm noch einmal zu, dann mussten sie auch schon auf die Bühne. Sie schaffte es jedoch ihm noch ein lachendes „Sag deinem Bruder danke von mir!“ zuzurufen, dann war sie endgültig auf der Bühne.

~~Nach dem Fest, im Backstagebereich~~

Das mit deiner Frisur ist richtig cool angekommen“, sagte Charlie und schlug die Seite in der Zeitung um, die sie gerade las. „Darüber berichten jetzt bestimmt alle möglichen Zeitungen und Fernsehsender“, stimmte Marie zu. „Die Fans schienen sich zumindest gefreut zu haben“, schmunzelte Caro und fummelte an einer Strähne rum. Es war für sie immer noch ungewohnt mit so ganz dunklen Haaren rumzulaufen und manchmal hatte sie das Gefühl, wenn sie jemanden entgegen lief, dass er ihr furchtbar auf die Haare starrte. „Was wohl Dad dazu sagen wird?“, fragte Charlie nachdenklich. „Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Er kann’s eh nicht rückgängig machen.“, erwiderte Caro achselzuckend. „Genau“, nickte Julia energisch und war voll und ganz auf Caros Seite. In dem Moment klopfte es und Max kam ins Zimmer. „Caro, also, das…ist wirklich unglaublich“, strahlte er und stürzte auf sie und umarmte sie. „Warum das denn?“, würgte diese gerade noch hervor. „Deine Neue Frisur…unglaublich, jetzt haben wir einen Haufen Anfragen von allen möglichen Zeitschriften und Fernsehsendern bekommen!“ „Siehste“, grinste Marie Charlie zu, die ihr als Antwort nur die Zunge rausstreckte. „Und was ist mit unseren freien Tagen?“, fragte Julia. „Tja, da der Andrang so groß ist, werden aus den restlichen 4 Tagen nur noch 2, tut mir Leid….“ Er wollte noch weiter reden, aber da klingelte sein Telefon, er nahm hektisch ab und verschwand aus dem Zimmer. „Leute, wir müssen uns jetzt richtig anstrengen, immerhin haben wir so viele Schlagzeilen gemacht!“, sagte Caro und hüpfte dabei aufgeregt auf und ab. „Toll“, erwiderte Charlie, wobei ihre Stimme nur so vor Sarkasmus triefte. „Ach komm schon“, sagte Caro, ging zu Charlie und legte ihr einen Arm um die Schulter, „das wolltest du doch schon immer machen.“ Plötzlich musste Charlie losprusten, da die Grimasse, die Marie vor dem Spiegel ausübte, zum schreien war. „Was denn?“, fragte Caro, da gar nichts mitbekommen hatte. Charlie jedoch schüttelte nur den Kopf, lachte noch mehr und zeigte auf Marie. Dann stimmte auch Caro in das Gelächter ein. Als sie sich wieder beruhigt hatten, meinte Caro nachdenklich: „So sehr hab ich schon lange nicht mehr gelacht.“ „Stimmt“, sagte Charlie, „vor allem nicht wir beide zusammen.“

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